Wir bekennen uns zu folgenden altkirchlichen Bekenntnissen:

Nizäno-Konstantinopolitanum (381)

Wir glauben an den einen Gott,

den Vater,

den Allmächtigen,

der alles geschaffen hat,

Himmel und Erde,

die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

Gott von Gott,

Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen,

eines Wesens mit dem Vater;

durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen,

hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist

von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

hat gelitten und ist begraben worden,

ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,

der Herr ist und lebendig macht,

der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten

und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

Philipp Melanchthon u. a. with Athanasius von Alexandria, Bekenntnisschriften des Protestantismus, hg. von Andreas Jantzen und Benjamin Misja (Bellingham: Faithlife, 2018).

Glaubensbekenntnis von Chalcedon (451)

Den heiligen Vätern also folgend, lehren wir alle übereinstimmend, als einen und denselben Sohn unseren Herrn Jesus Christus zu bekennen. Derselbe ist vollkommen in der Gottheit und derselbe vollkommen in der Menschheit, zugleich wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch aus Vernunftseele (griech.: „nous“) und Leib, mit dem Vater wesenseins der Gottheit nach und zugleich mit uns wesenseins der Menschheit nach, in jeder Hinsicht uns ähnlich, ausgenommen die Sünde. Vor den Zeiten aus dem Vater geboren der Gottheit nach, ist derselbe am Ende der Tage um unseretwillen und unseres Heiles wegen aus Maria der Jungfrau, der Gottgebärerin, der Menschheit nach (hervorgegangen). (Wir bekennen ihn als) einen und denselben Christus, Sohn, Eingeborenen, in zwei Naturen unvermischt, unverwandelt, ungetrennt, ungesondert erkannt, wobei keineswegs die Verschiedenheit der Naturen um der Einung willen aufgehoben wird, sondern die Eigentümlichkeit einer jeden Natur erhalten bleibt und sich zu einer Person und einer Hypostase verbindet.

(Wir bekennen ihn) nicht als in zwei Personen gespalten und getrennt, sondern als einen und denselben Sohn; Eingeborenen, Gott, Logos, Herrn, Jesus Christus, wie Vorzeiten die Propheten über ihn und (dann) er, Jesus Christus, selbst unterwiesen haben und wie es das Symbol der Väter uns überliefert hat.

Konzil von Chalcedon, „Glaubensbekenntnis von Chalcedon“, in Bekenntnisschriften des Protestantismus, hg. von Andreas Jantzen und Benjamin Misja (Bellingham: Faithlife, 2018).


Zudem halten wir an diesen altkirchlichen Dogmen fest:

  • Trinitätslehre

  • Präexistenzlehre

  • Inkarnationslehre

  • Zweinaturenlehre

  • Erbsündenlehre

  • Heilsexklusivismus

  • Lehre von der ewigen Hölle

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